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Wiener Tafelkultur (nicht nur) für Königshöfe

Jean-Paul Vaugoin, Vaugoin – Die Silberschmiede

Jean-Paul Vaugoins Silberschmiede pflegt eine alte Handwerkskunst, die weltweit selten geworden ist.

In sechster Generation führe ich die Silberschmiede Jarosinski & Vaugoin, die mein Vorfahr Carl Vaugoin 1847 gegründet hat. Wir stellen schweres handgeschlagenes Tafelsilber in höchster Qualität her – immer noch mit den Hämmern und Feilen von einst. Unser Sortiment erneuert sich hingegen laufend. Während Vaugoin in den 1920er Jahren mit der Wiener Werkstätte unter den Architekten Josef Hoffmann und Oswald Haerdtl zusammengearbeitet hat, kooperieren wir heute mit jungen Designern, die das Material Silber in die neue Zeit übersetzen. Im Februar 2020 ist der Londoner Produktdesigner Bodo Sperlein für seine Vaugoin-Kollektion ONDA mit dem Wallpaper Award 2020 ausgezeichnet worden.

„Wir sind froh und stolz darauf, Königshäuser zu beliefern. Aber bei uns bekommt jeder, unabhängig von seinem Hintergrund, höchste Qualität und vollen Service.“



Mein Geschäft ist sehr beratungsintensiv. Viele Kunden kommen mit dem Traum von einer luxuriösen Tafel. Doch um diesen Traum zu verwirklichen, muss man viel wissen. Zum Beispiel müssen Platzteller zu den Dimensionen des Tisches und der Porzellanteller passen. Wenn der Kunde nach unserer Beratung nicht kauft, ist es mir lieber, als er wird für viel Geld unglücklich. Zum Service kann aber beispielsweise auch gehören, dass ich zu einem Stammkunden nach Fernost fliege, um die Tafel für die Hochzeit der Tochter zu decken.

Höchste Qualität und Top-Service unterscheiden uns vom Mitbewerb. Teures Tafelsilber ist ein echtes Luxusgut. Ein zwölfteiliges Besteck kostet etwa 30.000 Euro. Für die meisten Menschen ist das eine echte Investition, die sich in Österreich zunehmend weniger Leute leisten. Für mich wird dadurch sichtbar, wie stark die Einkommensschere aufgeht. Heute haben wir eine Exportquote von rund 70 Prozent.

Ich sehe meinen Betrieb auch als Träger des „cultural heritage“, des kulturellen Erbes. Mit unserer Leidenschaft für traditionelle Handwerkskunst, die meine zehn Mitarbeiter täglich leben, tragen wir zum positiven Image unseres Landes bei. Wir haben einen guten Kontakt zum Wien-Tourismus und bieten Führungen an. Wenn ich beispielsweise eine französische Designklasse durch unsere Werkstatt führe, dann haben 30 junge Leute etwas mitgenommen, was sie sonst nirgends sehen würden.

Neben meiner Liebe zum Produkt und zum Detail ist es auch das, was mich täglich antreibt: mit den unterschiedlichsten Menschen in Kontakt zu kommen – vom Studenten bis zum Sultan, vom Touristen bis zum Historiker. Das ist ein Lohn, der pekuniär nicht messbar ist. Gerade auch im Ausland europäische Tradition und Tafelkultur zu vermitteln, macht mir viel Freude. Ursprünglich wollte ich in das Geschäft nicht einsteigen, sondern Banker in New York werden. Dann ist mein Vater überraschend gestorben, und 150 Jahre Geschichte sollten nicht mit ihm sterben.

www.vaugoin.com

Online seit 06.02.2020 (Aktualisiert: 21.03.2023)
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