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Mut machen

Italienische Gourmetreise für daheim

Silke Schmidinger, LaZia – Das Leben ist schön

Mit handverlesenen Delikatessen bringt La Zia auch jetzt den Geschmack Italiens nach Österreich.

Meine Liebe zu Italien begann, als ich etwa 25 Jahre alt war. Seit rund 20 Jahren hat meine Arbeit einen Italienbezug, und seit nunmehr rund sechs Jahren schlage ich beruflich eine kulinarische Brücke von meinem Lieblingsland in meine Heimat. Mit meinem Unternehmen LaZia importiere ich italienische Spezialitäten nach Österreich, vertreibe sie über meinen Onlineshop und in meinem Genussladen inklusive Café-Bar in Bad Schallerbach, wo man die Produkte auch verkosten kann. Auch Feiern und italienische Abendessen veranstalte ich dort, die sehr gut angenommen werden.

"Mein Onlineshop hat mich gerettet."

Meine Stammkunden im Geschäft kommen aus einem Umkreis von 60 Kilometern, online beliefere ich Österreich, Deutschland und Holland. Weil einige Café-Kunden zur Risikogruppe gehören – so wie ich selbst auch –, habe ich mein Geschäft während des Lockdowns freiwillig für vier Wochen geschlossen, obwohl ich als Lebensmittelhändlerin hätte offenhalten können. In dieser Zeit hat mein Onlineshop die Umsätze gerettet.

Für mich war der Ausbruch der Pandemie natürlich schwierig: Ich hatte lange Zeit zuvor Produkte für geplante Veranstaltungen, beispielsweise bei der Wiener Messe „Wohnen & Interieur“ und Ostermärkte, bestellt. Die Lebensmittel waren eingekauft und konnten nicht wie geplant eingesetzt bzw. verkauft werden. Eine große Überraschung waren dann die Online-Verkaufszahlen, sie waren faszinierend: Recht bald nach Beginn des Lockdowns hatte ich online über 1.000 Prozent mehr Umsatz als vorher – als Folge der Verschiebung vom Geschäft zum Onlineshop. Viele meiner Stammkunden haben Geschenkkörbe an Freunde und Verwandte in ganz Österreich und Deutschland geschickt. Am Schaufenster habe ich auch auf den Onlineshop hingewiesen und Abholung nach Vereinbarung angeboten.

Sehr nachgefragt ist vor allem hochwertiges Olivenöl: Ich habe noch nie so viel Olivenöl verkauft wie dieses Jahr. Man verbringt mehr Zeit zu Hause, es wird dadurch mehr und auch bewusster gekocht – man ist aufmerksamer geworden, was die Qualität der Produkte betrifft. Bei mir gibt es Olivenöl ausschließlich von Bauern, die selbst anbauen und pressen. So weiß man, was tatsächlich drin ist.

LaZia will ich generell größer aufstellen, da die Nachfrage vorhanden ist. Zurzeit arbeite ich als EPU – mit Hilfe meiner Familie und Freunden. Das darf sich gerne ändern. Ich bin am Erstellen eines Franchise-Konzepts und entwickle eine Idee zu mobilen Verkaufsmöglichkeiten für Märkte und Veranstaltungen. Das war bereits vor Corona ein wichtiges Thema und nimmt jetzt immer mehr Form an.

www.lazia.at

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