Tradition

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September_2016

HANDWERK Die_Hueterin_der_Huete Karin Krahl-Wichmann _dieModistin Graz Bundesland Steiermark 
DATEN Huterzeugung Josef Kepka und _Soehne Karin Krahl-Wichmann Wickenburggasse 20 8010 Graz Tel.: 0043 316 68 31 85 www.kepka.at aus Lowres importiert

Tradition

Die letzte Hutmacherin in Graz

Karin Krahl-Wichmann, Hutmanufaktur Kepka & Söhne

Die Grazer Hutmacherin Karin Krahl-Wichmann beweist mit ihrem Handwerk Mut zu Ungewöhnlichem.



Meinem Vater fehlte ein Nachfolger für sein Hutmachergeschäft. Also kündigte ich meine Stelle bei einem Steuerberater und ging bei meinem Vater Helmut in die Lehre. Einige Jahre sind seither vergangen, einige Nächte habe ich in der Hutwerkstatt durchgearbeitet, dabei kamen mir immer wieder neue Ideen.

Ich mache alles selbst: Das Dachsradl für den Hut, fantasievolle Blumen aus Stoff und Stroh, Stickereien, zarte Gebilde aus Spitze, Federn oder Tüll – gut ausgesuchte Kleinigkeiten, die einen Hut von der Masse abheben. Neues zu wagen, sehe ich als Ansporn. Einer meiner Kreationen ist ein Zipp-Hut, bei dem Krempe und Kopfteil mit einem Reißverschluss verbunden sind. So kann die Kopfbedeckung immer wieder neu kombiniert werden.

„Jeder Arbeitsschritt ist Handarbeit. Das unterscheidet uns von der Industrie, die lässt sogar manche Schritte ganz aus.“



Genauso wichtig ist es mir aber auch, das Alte und Bewährte zu erhalten und in die neue Zeit mitzunehmen. Viele Heimat-, Trachten- und Schützenvereine zählen ebenfalls zu meinen Kunden. Immer wieder landen gebrauchte Hüte in der Werkstatt und werden aufgepäppelt. „Das Alte bewahren und das Neue wagen“, ist mein Motto.

Seit 1910 gibt es die Firma hier in Graz. Den Firmennamen, der auf den Unternehmensgründer Josef Kepka zurückgeht, zu ändern, ist mir nie in den Sinn gekommen. Kepka kennt man eben.

Selbst wenn die Ausstattung meiner Werkstatt etwas in die Jahre gekommen ist, halte ich an ihr fest. Die Maschinen arbeiten zuverlässig und ohne Murren. Muskelkraft ist in meinem Beruf auf jeden Fall gefragt. Jeder Arbeitsschritt ist Handarbeit – vom Eindampfen über das Plattieren, Trocknen, Ausformen, Zurechtschneiden, Absteppen bis zum Bügeln, Bürsten und Ausstaffieren.

Über zu wenig Arbeit kann ich mich nicht beklagen. Sogar die Bereiter der Hofreitschule tragen meine Stücke. Wichtig ist mir, dass meine Hüte perfekt sitzen. Bevor ein Hut meine Werkstatt verlässt, wird er von mir selbst anprobiert.


kepka.at

Online seit 03.12.2019 (Aktualisiert: 20.03.2023)
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